Download Empfehlungen für den Rudersport in der Covid 19-Pandemie (pdf)

Information Ministerium für Inneres, ländliche Räume, Integration und Gleichstellung, 12. August 2020

Eckpunkte für die Vorbereitung auf die Wiederaufnahme des Liga- und Wettkampfbetriebs

Auch und gerade in der herausfordernden Zeit der Corona-Pandemie ist es wichtig, dass der gemeinnützige Sport seine vielschichtige und wertvolle gesamtgesellschaftliche Aufgabe, auch für den Gesundheitsschutz der Bürgerinnen und Bürger, wahrnehmen kann. Gleichzeitig gilt es aber auch, das Infektionsgeschehen weiter im Blick zu behalten. Unter der Voraussetzung eines weiterhin gemäßigten Infektionsgeschehens in Schleswig-Holstein sollen die nächsten Schritte die folgenden sein:

  1. Zum 19. August 2020 soll auch für Kontaktsport das Training sowie der Liga- und Wettkampfbetrieb drinnen und draußen, unabhängig von der Frage, ob Freizeit-, Breiten-, Leistungs- oder Spitzensport ausgeübt wird, ermöglicht werden. Die Anzahl der Trainingsteilnehmerinnen und -teilnehmer orientiert sich an der jeweiligen Sportart. Die Anzahl der Zuschauerinnen und Zuschauer bei Liga- und Wettkampfbetrieb richtet sich nach den Vorgaben des Veranstaltungsstufenkonzepts.
  2. Die Kontaktnachverfolgung der am Sport Beteiligten ist lückenlos sicherzustellen. Ein sportartspezifisches Hygienekonzept ist im Vorwege zu erstellen und auf Verlangen dem zuständigen Gesundheitsamt vorzulegen. Das Hygienekonzept trifft neben den Regelungen des eigentlichen Sportbetriebs auch Aussagen zur Nutzung von Gemeinschaftsanlagen wie Duschen und Umkleiden.
    Für die Teilnahme von Zuschauerinnen und Zuschauern bei Liga- und Wettkampfbetrieb (derzeit nur im Außenbereich) ist ein veranstaltungs- und sportartspezifisches Hygienekonzept zu erstellen.
    Die Hygienekonzepte sollen zu einer Minimierung des Risikos der Infektionsübertragungen beitragen, Infektionen können jedoch dadurch nicht restlos ausgeschlossen werden.
  3. Die Rahmenempfehlungen des Deutschen Olympischen Sportbundes, des Landessportverbandes Schleswig-Holstein und die fortgeschriebenen sportartspezifischen Empfehlungen der jeweiligen Sportfachverbände sind Handlungsgrundlage für die Durchführung von Training und Wettkämpfen.
  4. Sollten die Infektionszahlen wieder dynamisch ansteigen, so werden die auf der Grundlage dieser Eckpunkte getroffenen Maßnahmen bei Bedarf unter Beteiligung der Sportverbände angepasst.

Quelle: Pressemitteilung Ministerium für Inneres, ländliche Räume, Integration und Gleichstellung, 12. August 2020

Landesverordnung Schleswig-Holstein gültig ab 29. Juni 2020

Die Landesregierung Schleswig-Holstein hat am 26. Juni 2020 eine neue Corona-Verordnung beschlossen und veröffentlicht. Diese gilt ab Montag, dem 29. Juni 2020 bis zum Sonntag, dem 9. August 2020.

Die Fassung von § 11 (Sport) enthält keine markante Änderung.

Der Begriff „gemeinsamer privater Zweck“ wird in der Begründung zu § 2 klarstellend erläutert. Hier ein Auszug des Wortlautes. Den kompletten Teil entnehmen Sie bitte der Begründung der neuen Landesverordnung.

Mit dem Begriff „zu einem gemeinsamen privaten Zweck“ wird klargestellt, dass sich die Personen bewusst entscheiden, als Gruppe etwas gemeinsam zu unternehmen. Häufig kennen sich die Personen persönlich, notwendig ist das jedoch nicht. Auch muss die Gruppe nicht von vorneherein feststehen, es können auch später bewusst und im Einvernehmen mit den bisherigen Mitgliedern der Gruppe neue Personen dazu stoßen, sofern die Personenzahl nicht 10 übersteigt. Dies gilt beispielsweise für gemeinsames – auch vereinsgebundenes – Sporttreiben oder gemeinsame Gaststättenbesuche. Eine Zusammenkunft zu einem gemeinsamen privaten Zweck ist hingegen zu verneinen, wenn beispielsweise ein Gastwirt einer Gruppe von 6 Personen, ihnen unbekannte weitere 4 Personen an den Tisch setzen möchte, da der Verordnungsgeber nicht das Abstandsgebot generell für alle Zusammenkünfte von 10 Personen aufgehoben hat. Die Gruppengröße ist zudem laut Verordnung auf 10 Personen begrenzt. Es ist nicht zulässig, durch immer wieder neue Zusammensetzung der Gruppe den sonst vorgeschriebenen Abstand von 1,5 Metern zu unterschreiten. Beispielsweise ist es nicht erlaubt, bei einer Veranstaltung von 50 Personen jeweils 5 Gruppen à 10 Teilnehmer zu bilden, die sich untereinander jedoch mischen und den Mindestabstand unterschreiten, und nur zwischen den 10-er Gruppen den Abstand von 1,5 Metern zu wahren.

Die Gesamtverordnung des Landes Schleswig-Holstein finden Sie unter folgendem Link:
www.schleswig-holstein.de/DE/Schwerpunkte/Coronavirus/Erlasse/Landesverordnung_Corona.html

Hier finden Sie auch die aktuellen FAQs der Landesregierung zur neuen Verordnung.

Die Pressemitteilung der Landesregierung finden Sie unter folgendem Link:
www.schleswig-holstein.de/DE/Landesregierung/I/Presse/PI/2020/Corona/200626_corona_vo_neu.html

Weitere Informationen finden Sie auf der Corona-Sonderseite des Landessportverbandes unter www.lsv-sh.de/corona.

Mit freundlichen Grüßen
Hans-Jakob Tiessen
Präsident des Landessportverbandes

Informationen des RVSH, 10. Juni 2020

Liebe Vorsitzende unserer Mitgliedsvereine,

die Auffassung des geschäftsführenden Vorstandes des Ruderverbandes Schleswig-Holstein vom 6. Juni 2020 wird durch die Ausführungen unten ministerriell bestätigt.

Im Rudersport in den Landesgrenzen von Schleswig-Holstein können also alle Mannschaftsboote mit maximal 10 Personen an Bord wieder gefahren werden.

Gern weisen wir darauf hin, dass in den Begründungen stand; 10 Personen, die sich kennen.

Also wir wünschen allen schleswig-holsteinischen Ruderinnen und Ruderern wieder viel Spaß beim Rudern im Einer bis hin zum gesteuerten Achter.

Weiterer Hinweis: Bitte die Empfehlung des Deutschen Ruderverbandes beachten, diese sind laut Verordnung verbindlich.

Und wir dürfen uns in Schleswig-Holstein sehr freuen: Diese Freiheiten gibt es noch längst nicht in allen Bundesländer.

Also gehen wir bitte sensibel damit um: Nur gesund zum Training und außerhalb des Bootes bitte den nötigen Abstand halten sowie insgesamt Hygieneregeln einhalten.

Und an dieser Stelle ein dickes Dankeschön an unseren Landessportverband Schleswig-Holstein mit unserem Präsidenten Hans-Jakob Tiessen sowie an unseren Deutschen Ruderverband mit unserem Vorsitzenden Siegfried Kaidel. Der Ruderverband Schleswig-Holstein hat im Mai 2020 durch diese beiden Verbände tatkräftige Unterstützung bei der Erreichung dieses Zieles erhalten.

Die Interessenvertretung des Sports und Rudersports im Sportland Land Schleswig-Holstein funktioniert.

Liebe Grüße
Reinhart Grahn
Vorsitzender Ruderverband Schleswig-Holstein

Ergänzung zur Landesverordnung, 10. Juni 2020

In Ergänzung zur neuen Landesverordnung – gültig vom 8. bis 28. Juni 2020 – hat der LSV am 10. Juni nachfolgende Information aus dem Ministerium für Inneres, ländliche Räume, Integration und Gleichstellung erhalten:

„Gruppen von 10 Personen dürfen auch ohne das Einhalten der Abstandsregeln Sport ausüben. Auf die Sportart kommt es nicht an; auch kontaktintensive Sportarten wie Kampfsport können ausgeübt werden. Bei der Ausübung von Sport gilt das allgemeine Abstandsgebot aus § 2 Abs. 1 der Corona-Verordnung. Dabei gilt ebenfalls die Ausnahme nach § 2 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3, wonach der Mindestabstand von 1,5 Metern bei Zusammenkünften zu privaten Zwecken mit bis zu 10 Personen nicht eingehalten werden muss. Dies ist bei der Ausübung von Sport in einer Gruppe bis zu 10 Personen stets der Fall, weil sich die Personen zu einem privaten Zweck, nämlich der Ausübung von Sport, treffen.“

Informationen des RVSH, 6. Juni 2020

Liebe Vorsitzende unserer Mitgliedsvereine,

gern informieren wir über die aktuelle Coronaverordnung des Landes Schleswig-Holstein vom 5. Juni 2020, die mit Wirkung zum 8. Juni 2020 in Kraft tritt.

Für den Rudersport ist folgende Aussage von besonderem Interesse:

§ 11 Sport

(1) Für die Ausübung von Sport innerhalb und außerhalb von Sportanlagen gelten abweichend von §§ 3 und 5 folgende Voraussetzungen:
1. Das Abstandsangebot aus § 2 Absatz 1 ist einzuhalten;

In § 2 Absatz 1 wird definiert: Im privaten und öffentlichen Raum ist zu anderen Personen ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten (Abstandsgebot). Dies gilt nicht,

3. bei Zusammenkünften zu privaten Zwecken mit bis zu 10 Personen.

In den Erläuterungen zu § 11 Sport wird ausgeführt: Gemäß Nummer 1 ist das Abstandsgebot nach § 2 Absatz 1 bei der Sportausübung einzuhalten. Insofern gelten auch die dortigen Ausnahmen vom Abstandsgebot.

Die privaten Zwecke werde zu § 2 in den Begründungen erläutert: Ausgenommen vom Abstandsgebot sind auch Zusammenkünfte zu privaten Zwecken von bis zu 10 Personen. Die Erweiterung auf 10 Personen ersetzt die bisherige Regelung zu Familien. Mit dem Begriff “zu privaten Zwecken” wird klargestellt, dass sich die Personen kennen.

Es wird explizit ausgeführt, dass diese enger als 1,50 m von einander entfernt Platz nehmen dürfen.

In § 11 Absatz 1.7 wird ausgeführt:

7. vom Deutschen Olympischen Sportbund oder von einzelnen Sportfachverbänden entwickelte Empfehlungen werden vor Aufnahme des Sportbetriebes umgesetzt und vor Ort mit dem Hinweis auf deren Verbindlichkeit ausgehängt.

Diese Aussage ist eine “oder”-Verknüpfung, sie wird also umgesetzt, indem die Empfehlung des Deutschen Ruderverbandes umgesetzt wird (bei einer “oder”-Verknüpfung in einer Aussage reicht es, das eine Teilaussage wahr ist).

Die Empfehlungen des Deutschen Ruderverbandes vom 14. Mai sind so ausgelegt, dass Mannschaftsboote gefahren werden können.

Der geschäftsführende Vorstand des Ruderverbandes Schleswig-Holstein ist mit diesen Ausführungen einstimmig zur Auffassung gekommen, dass das Rudern in Mannschaftsbooten im Einklang mit der aktuellen Verordnungslage in Schleswig-Holstein ist.

Wir haben nur folgenden Bitten:

  • Der Steuermann trägt einen Mund-Nasen-Schutz, gemäß Empfehlung Deutscher Ruderverband.
  • Die Vorgaben der aktuellen Landesverordnung und der aktuellen Empfehlung des Deutschen Ruderverbandes sind umzusetzen.
  • Es ist zu prüfen, ob es weitergehende lokale Verordnungen gibt, die den beschriebenen Rahmen lokal weitergehend einschränken.
  • Bei Konflikten vor Ort mit Ordnungsbehörden bitten wir um defensives Verhalten und unverzüglich um Kontaktaufnahme zu unserem Verbandsjuristen Dr. Lars Koltermann. Der Ruderverband Schleswig-Holstein wird bei der Bewertung der Sachlage rechtsberatend helfen.
  • Die Ausführungen gelten in Schleswig-Holstein, so ist u.a. in Niedersachsen auf Grund der dortigen aktuellen Landesverordnung das Rudern im Mannschaftsboot derzeit nicht allgemein möglich.

Für Rückfragen stehen wir natürlich gern zur Verfügung.

Liebe Grüße
Reinhart Grahn
Vorsitzender Ruderverband Schleswig-Holstein

Landesverordnung Schleswig-Holstein gültig ab 8. Juni 2020

Die Landesregierung Schleswig-Holstein hat am 5. Juni 2020 eine neue Corona-Verordnung beschlossen und veröffentlicht. Diese gilt ab Montag, dem 8. Juni 2020 bis zum Sonntag, dem 28. Juni 2020.

In dieser Verordnung sind insbesondere im § 11 weitere, den Sport betreffende Lockerungen enthalten. Hierin werden diverse Bezüge zu den §§ 2 bis 5 hergestellt, die für Teilbereiche zu berücksichtigen sind.

Im Kern gibt es für den Vereinssport drei wesentliche Neuerungen:

  • Sportwettkämpfe dürfen mit entsprechenden Hygienekonzepten und unter Beachtung der Regelungen, die für Veranstaltungen gelten – auch was die Anzahl der Teilnehmenden betrifft – wieder stattfinden.
  • Für offizielle Wettkämpfe werden eingeschränkt Zuschauerinnen und Zuschauer zugelassen.
  • Schwimmbäder dürfen mit entsprechenden Hygienekonzepten wieder öffnen.

Hier die den Sport betreffenden Regelungen (§ 11) sowie die entsprechenden Begründungen im Originalwortlaut:
§ 11 Sport
(1) Für die Ausübung von Sport innerhalb und außerhalb von Sportanlagen gelten abweichend von §§ 3 und 5 folgende Voraussetzungen:

  1. das Abstandsgebot aus § 2 Absatz 1 ist einzuhalten;
  2. das Kontaktverbot nach § 2 Absatz 4 gilt nicht;
  3. bei der gemeinsamen Nutzung von Sportgeräten sind entsprechende Hygienemaßnahmen einzuhalten;
  4. soweit der Sport in Sportanlagen ausgeübt wird, haben Zuschauerinnen und Zuschauer keinen Zutritt; dies gilt nicht im Falle der Ausrichtung von Wettkämpfen nach Ziffer 5;
  5. für Wettkämpfe gelten die Anforderungen der §§ 3 bis 5 entsprechend;
  6. die Vorschriften aus § 3 Absatz 4 sind anzuwenden;
  7. vom Deutschen Olympischen Sportbund oder von einzelnen Sportfachverbänden entwickelte Empfehlungen werden vor Aufnahme des Sportbetriebs umgesetzt und vor Ort mit dem Hinweis auf deren Verbindlichkeit ausgehängt.

(2) Sofern der Sport in geschlossenen Räumen ausgeübt wird, hat der Betreiber oder Veranstalter nach Maßgabe von § 4 Absatz 1 ein Hygienekonzept zu erstellen, das auch das besondere Infektionsrisiko der ausgeübten Sportart berücksichtigt. Er hat nach Maßgabe von § 4 Absatz 2 die Kontaktdaten der Besucherinnen und Besucher zu erheben.

(3) Für den Betrieb von Schwimm- Frei- und Spaßbädern gelten zusätzlich zu Absatz 1 und 2 der § 3 Absatz 4 und § 4 Absatz 1 entsprechend. Becken in geschlossenen Räumen, die nicht geeignet sind, Sport-, Ausbildungs- und Therapiezwecken zu dienen, dürfen nicht genutzt werden.

(4) Die zuständige Behörde kann für die Nutzung von Sportanlagen und Schwimmbädern durch Berufssportlerinnen und Berufssportler, Kaderathletinnen und Kaderathleten, Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer sowie deren Trainerinnen und Trainer und für Prüfungen und Praxisveranstaltungen im Rahmen des Studiums an Hochschulen Ausnahmen von den Anforderungen aus den Absätzen 1 bis 3 unter der Voraussetzung zulassen, dass nach Maßgabe von § 4 Absatz 1 ein Hygienekonzept erstellt und der Ausschluss des Zugangs für weitere Personen sichergestellt wird. Das für Sport zuständige Ministerium ist über die Ausnahmegenehmigung zu unterrichten.

(5) Für Spiele der ersten und zweiten Fußballbundesliga gilt das Abstandsgebot aus § 2 Absatz 1 nicht, wenn der ausrichtende Verein die Vorgaben des Konzepts der Task Force Sportmedizin/Sonderspielbetrieb der DFL Deutsche Fußball Liga GmbH beachtet.

Begründungen zu § 11 (Sport)
Bei der Regelung von Sport war es notwendig, von den §§ 3 und 5 abweichende Regelungen zu treffen. Andernfalls würden die strengen Voraussetzungen für Veranstaltungen für sämtliche sportlichen Aktivitäten gelten, die als Veranstaltungen einzustufen sind. Die in § 5 normierten Voraussetzungen wie z.B. das Sitzplatzgebot passen nicht zu sportlichen Aktivitäten. § 11 regelt die Ausübung von Sport innerhalb und außerhalb von sportlichen Anlagen. Zudem können sportliche Veranstaltungen (z.B. Training) durchgeführt werden. Wettkämpfe dürfen veranstaltet werden. Für diese gelten dann allerdings die Vorschriften für Veranstaltungen. Soweit Zuschauer den Wettkampf verfolgen, gelten auch für diese die §§ 3 bis 5 dieser Verordnung. Gemäß Nummer 1 ist das Abstandsgebot nach § 2 Absatz 1 bei der Sportausübung einzuhalten. Insofern gelten auch die dortigen Ausnahmen vom Abstandsgebot.

Bei Sportausübung in geschlossenen Räumen ist nach Absatz 2 ein Hygienekonzept zu erstellen. Dabei ist auf die ausgeführte Sportart Rücksicht zu nehmen, was ggf. über die Anforderungen nach § 4 hinausgehende Präventionsmaßnahmen erfordert. Zum Beispiel kann bei besonders schweißtreibenden Sportarten (Cardiobereich im Fitnessstudio) ein größerer Abstand zwischen den Sportlern angemessen sein. Zudem sind die Kontaktdaten zu erheben. Für beides gelten die besonderen Vorgaben nach § 4.

Neben öffentlichen Bade- und Schwimmstellen können auch Schwimm- und Freibäder unter den Voraussetzungen des Absatzes 3 geöffnet werden. Als Sportanlagen gelten für sie die Vorgaben der § 11 Absätze 1 und 2. Für Schwimm- und Freibäder gelten zusätzliche Regelung, um den Besonderheiten des Schwimmsportes und den veränderten Infektionsgefahren bei der Ausübung dieses Sportes gerecht zu werden. Auch für Freibäder ist daher ein Hygienekonzept zu erstellen.

In den Hygienekonzepten für Schwimm- und Freibäder ist insbesondere darauf zu achten, dass das Abstandsgebot in den Schwimmbecken eingehalten werden kann, z.B. durch Beschränkung der Personenanzahl je Becken in Abhängigkeit von der jeweiligen Beckengröße.

Zudem gelten in Schwimmbädern die Anforderungen für Gemeinschaftseinrichtungen und Sammelumkleiden. Diese dürfen mit einem gesonderten Hygienekonzept geöffnet werden. Saunen, Whirlpools und vergleichbare Einrichtungen dürfen unter den Einschränkungen des § 3 Absatz 4 Satz 3 genutzt werden; also einzeln oder durch Angehörige eines Haushaltes.

Es dürfen nur Becken genutzt werden, die zum Schwimmen zu Sport-, Ausbildungs- und Therapiezwecken geeignet sind. Dies umfasst zum Beispiel in Bahnen eingeteilte Schwimmbecken mit einer Länge von 25 oder 50 Metern, Nichtschwimmer – und Babybecken. Als Therapiebecken zählen zum Beispiel Sole- oder Thermalbecken. Die Einschränkung der Becken dient dazu, reine Spaßbecken von der Nutzung auszunehmen.

Eine Differenzierung nach Schwimmbecken ist gerechtfertigt, da in reinen Freizeitbecken die Interaktionen zwischen Besuchern häufig unkoordiniert ablaufen. Zudem besitzen solche Becken meistens eine geringe Wassertiefe, so dass sich die Besucher sich in engen Kontakten nebeneinanderstehend aufhalten. Während des Schwimmens in normalen Schwimmbecken ist die Infektionsgefahr hingegen geringer. Bei der Schwimmausbildung und an Nichtschwimmerbecken kann durch Ausbildungspersonal und Schwimmbadpersonal auf die Einhaltung des Abstandsgebotes geachtet werden.

Es kommt dabei nicht darauf an, wie die geöffneten Becken konkret genutzt werden. In den geöffneten Becken darf also nicht nur Sportschwimmen und Schwimmausbildung stattfinden. Zulässig ist die Nutzung des Schwimmbeckens im üblichen Rahmen.

Verfügt ein Schwimm- oder Freibad sowohl über normale als auch über reine Freizeitbecken, dürfen nur die normalen Schwimmbecken geöffnet werden. Andere Einrichtungen, insbesondere Wasserattraktionen, dürfen entweder nur unter den engen Voraussetzungen von § 3 Absatz 4 Satz 3 geöffnet werden, wenn es sich um Saunen, Whirlpools oder vergleichbare Einrichtungen handelt, oder sie können nicht genutzt werden.

Gastronomische Angebote dürfen unter den Voraussetzungen von § 7 geöffnet werden.

Absatz 4 regelt die schon bisher bestehende Ausnahmemöglichkeit für bestimmte Sportler.
Absatz 5 regelt eine Ausnahme, um den Spielbetrieb des Profifußballs zu ermöglichen.

Die Gesamtverordnung des Landes Schleswig-Holstein finden Sie unter folgendem Link:
https://www.schleswig-holstein.de/DE/Schwerpunkte/Coronavirus/Erlasse/Landesverordnung_Corona.html

Hier finden Sie auch die aktuellen FAQs der Landesregierung zur neuen Verordnung.

Die Pressemitteilung der Landesregierung finden Sie unter folgendem Link:
https://www.schleswig-holstein.de/DE/Landesregierung/I/Presse/PI/2020/Corona/200605_neue_VO_Lockerungen.html

Weitere Informationen finden Sie auf der Corona-Sonderseite des Landessportverbandes unter www.lsv-sh.de.

Mit freundlichen Grüßen
Hans-Jakob Tiessen
Präsident des Landessportverbandes

Rudern während der Corona-Pandemie, 02. Juni 2020

Schreiben des DRV-Vorsitzenden Siegfried Kaidel an den Ministerpräsidenten des Landes Schleswig-Holstein Daniel Günther

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident,

wie überall im Land sind auch wir Ruderer seit März von der Pandemie betroffen. Im Rahmen der allgemeinen Lockerungen ist das Rudern – zumindest im Einer – inzwischen wieder erlaubt.

Für diese Möglichkeit sind wir sehr dankbar, jedoch ist Rudern im Wesentlichen auch ein Mannschaftssport. Gern würde der Deutsche Ruderverband seinen Vereinen bundesweit und zeitnah das Rudern in allen Bootsklassen wieder ermöglichen; die Großboote sind gerade für den Sport im Kinder- und Jugendbereich unabdingbar.
In den Booten rudern die Sportler*innen hintereinander rückwärts. Die Distanz zu anderen Booten auf dem Wasser wird durch die Länge der Riemen/Skulls gewährleistet. Bauartbedingt liegen die Ruderplätze ca. 1,35 bis 1,40 m auseinander, sodass die vorgegebene Distanz von 1,5 Metern auf dem Wasser im Boot nicht eingehalten werden kann, das ist soweit richtig. Wir möchten jedoch auch darauf hinweisen, dass Rudern auch in den Großbooten durchgängig kontaktlos garantiert ist und ein „face to face“ Kontakt nicht stattfindet. Gerade dieser wird auch vom Robert Koch Institut immer wieder als wesentlicher Risikofaktor genannt. Die Atemluft wird stark verwirbelt und der UV-Einfluss trägt wesentlich dazu bei, mögliche Viren zu zerstören. Insgesamt gesehen finden sich so beim Rudertraining im Großboot im Infektionsverdachtsfall keine Kontaktpersonen der Kategorie I gem. RKI-Definition.

Das Rudern bietet jedoch noch weitere Ansätze zur Absicherung der Sportlerinnen und Sportler. Die Sportgeräte (Riemen und Skulls) werden im Gegensatz zu anderen Sportarten, wie z.B. in Fitnessstudios, während des Einsatzes nur von einem Sportler berührt und können nach dem Gebrauch einfach und schnell desinfiziert werden.

Gemeinsam mit dem Sportmediziner Prof. Dr. Jürgen Steinacker von der Universität Ulm und Vorsitzender der sportmedizinischen Kommission des Weltruderverbands FISA hat der Deutsche Ruderverband Empfehlungen für den Rudersport in der Covid-19 Pandemie erarbeitet und veröffentlicht, die wir zu Ihrer Information beigefügt haben.

Wie in den beiliegenden Richtlinien ausgeführt, wird im Rudern ein sogenanntes Fahrtenbuch geführt. Diese gesetzliche Auflage gibt detaillierte Auskunft darüber, welche Boote von welcher Besetzung wann genutzt wurden. Dadurch ist ein sicheres Management und leichtes Nachvollziehen der Kontaktpersonen im Infektionsverdachtsfall gegeben.

Aus Gründen der Sicherheit hat das Präsidium des Deutschen Ruderverbandes beschlossen, den Wettkampfsport bis Ende August auszusetzen und das Rudern nur zu Trainingszwecken oder als Freizeitsport zu ermöglichen. Für die breitensportliche Ausübung des Rudersports in Großbooten wird für diese Saison eine feste Besetzung angestrebt, so dass auch hier der Kontakt zwischen den Ruderinnen und Ruderern minimiert wird. Wir möchten so die Bemühungen der Politik zur Eindämmung der Pandemie unterstützen und unseren Mitgliedern gleichzeitig etwas den Weg in Richtung Normalität ebnen.

Wir möchten Sie heute freundlich darum bitten, unsere Ausführung bei der Weiterentwicklung der Allgemeinverfügungen zu berücksichtigen.

Selbstverständlich stehen wir für weitere Ausführungen und Gespräche jederzeit zur Verfügung. Als ersten Ansprechpartner wenden Sie sich bitte an unseren Generalsekretär, Herrn Jens Hundertmark, […].

Mit freundlichen Grüßen
Siegfried Kaidel

Download des Schreibens (pdf)

Empfehlungen für den Rudersport in der Covid 19-Pandemie, Fassung vom 14.Mai 2020

Die Mitglieder des Deutschen Ruderverbands e.V. (DRV) haben in den vergangenen Wochen ihren verantwortungsbewussten Beitrag zur Eindämmung der Corona-Pandemie geleistet und leisten diesen auch weiterhin. Da die Kontaktbeschränkungen aufgrund des derzeitigen Verlaufs der Covid 19-Pandemie in allen Bereichen des öffentlichen Lebens gelockert werden können, hat der Vorstand des DRV gemeinsam mit dem ärztlichen Leiter der Sektion Sport- und Rehabilitationsmedizin der Universität Ulm, Prof. Dr. med. Jürgen M. Steinacker, seine Empfehlungen vom 17.04.2020 aktualisiert. Diese beschreiben nun weitere Handlungs- möglichkeiten für die in allen Ländern bereits eingeleitete schrittweise Wiederaufnahme des Ruderbetriebs. Sie können die vorrangigen Vorgaben der Länder und der örtlich zuständigen Behörden nicht ersetzen, dienen aber in Fragen der Rechtsauslegung als Fachbeitrag.

Rudern ist ein vereinsbezogener Sport, daher ist die bereits flächendeckend erteilte Erlaubnis zur Öffnung eines Bootshauses, um das Sportgerät nutzen zu können, ein wichtiger Schritt. Nun erlauben oder planen die Länder in unterschiedlichen Schritten auch die Wiederaufnahme von kontaktbehafteten Mannschaftssportarten oder das Sporttreiben in geschlossenen Räumen.

Download Empfehlungen für den Rudersport in der Covid 19-Pandemie (pdf)

Landesverordnung Schleswig-Holstein 16. Mai 2020

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Landesregierung Schleswig-Holstein hat am Abend des 16. Mai 2020 eine neue Corona-Verordnung veröffentlicht. Diese gilt ab Montag, dem 18. Mai 2020 bis zum Sonntag, dem 7. Juni 2020.

Während sich laut Landesregierung die vorherigen Regelungen immer weiter in Einzelregelungen aufgliederten, wurde die jetzige Verordnung mit einem neuen und vereinfachten Ansatz erstellt: Nicht mehr Verbote mit Ausnahmen stehen im Vordergrund, sondern die Erlaubnis mit grundsätzlichen Auflagen. Dazu zählen das Abstandsgebot, Kontaktbeschränkungen und Hygieneregelungen. Neben der Beachtung der klaren Beschränkungen und Auflagen ist bei der Umsetzung in erheblichem Maße Eigenverantwortung gefragt.

Dies betrifft auch die neuen Regelungen für den Sport:
Grundsätzlich gilt: Abstandsgebot und Hygienemaßnahmen sind einzuhalten, sanitäre Gemeinschaftseinrichtungen wie z.B. Duschen und Sammelumkleiden sind zu schließen. Erlaubt ist unter Bedingungen wieder Sport im Innenbereich. Dies gilt auch für Fitnessstudios. Der Betrieb von Schwimm-, Frei- und Spaßbädern ist untersagt.

Hier die den Sport betreffenden Regelungen im Originalwortlaut (§ 11):

(1) Für die Ausübung von Sport innerhalb und außerhalb von Sportanlagen gelten abweichend von §§ 3 und 5 folgende Voraussetzungen:

  1. das Abstandsgebot aus § 2 Absatz 1 ist einzuhalten;
  2. das Kontaktverbot nach § 2 Absatz 4 gilt nicht;
  3. bei der gemeinsamen Nutzung von Sportgeräten sind entsprechende Hygienemaßnahmen einzuhalten;
  4. soweit der Sport in Sportanlagen ausgeübt wird, haben Zuschauerinnen und Zuschauer keinen Zutritt;
  5. Wettkämpfe dürfen nicht veranstaltet werden;
  6. sanitäre Gemeinschaftseinrichtungen, insbesondere Sammelumkleiden, Duschräume, Saunen und Wellnessbereiche mit Ausnahme von Toiletten, sind zu schließen;
  7. vom Deutschen Olympischen Sportbund oder von einzelnen Sportfachverbänden entwickelte Empfehlungen werden vor Aufnahme des Sportbetriebs umgesetzt und vor Ort mit dem Hinweis auf deren Verbindlichkeit ausgehängt.

(2) Sofern der Sport in geschlossenen Räumen ausgeübt wird, hat der Betreiber oder Veranstalter nach Maßgabe von § 4 Absatz 1 ein Hygienekonzept zu erstellen, das auch das besondere Infektionsrisiko der ausgeübten Sportart berücksichtigt. Er hat nach Maßgabe von § 4 Absatz 2 die Kontaktdaten der Besucherinnen und Besucher zu erheben.

(3) Der Betrieb von Schwimm-, Frei- und Spaßbädern ist untersagt.

(4) Die zuständige Behörde kann für die Nutzung von Sportanlagen und Schwimmbädern durch Berufssportlerinnen und Berufssportler, Kaderathletinnen und Kaderathleten, Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer sowie deren Trainerinnen und Trainer und für Prüfungen und Praxisveranstaltungen im Rahmen des Studiums an Hochschulen Ausnahmen von den Anforderungen aus den Absätzen 1 bis 3 unter der Voraussetzung zulassen, dass nach Maßgabe von § 4 Absatz 1 ein Hygienekonzept erstellt und der Ausschluss des Zugangs für weitere Personen sichergestellt wird. Das für Sport zuständige Ministerium ist über die Ausnahmegenehmigung zu unterrichten.

(5) Für Spiele der ersten und zweiten Fußballbundesliga gilt das Abstandsgebot aus § 2 Absatz 1 nicht, wenn der ausrichtende Verein die Vorgaben des Konzepts der Task Force Sportmedizin/Sonderspielbetrieb der DFL Deutsche Fußball Liga GmbH beachtet. Das für Sport zuständige Ministerium kann auf Antrag den Spielbetrieb oder Wettkämpfe für andere Sportarten zulassen, soweit der Veranstalter die Einhaltung eines vergleichbaren Hygienekonzepts gewährleistet und insbesondere Zuschauerinnen und Zuschauer nicht zugelassen werden.

Die Gesamtverordnung des Landes Schleswig-Holstein finden Sie unter folgendem Link: www.schleswig-holstein.de/DE/Schwerpunkte/Coronavirus/Erlasse/Landesverordnung_Corona.html

Quelle: Hans-Jakob Tiessen, Präsident des Landessportverbandes

Informationen RVSH 03. Mai 2020

Liebe Vorsitzende unserer Mitgliedsvereine,
liebe Vorstandsmitglieder,
liebe Ruderfamilie Schleswig-Holsteins,

ab 4. Mai 2020 gelten im Land Schleswig-Holstein die angegebenen Vorgaben des Landes Schleswig-Holstein für unseren Sport.

Diese Information dient dazu, dass alle Ruderinnen und Ruderer in Schleswig-Holstein auf dem gleichen Wissensstand sind.

Für uns Ruderinnen und Ruderer insbesondere interessant ist § 6 (11) der Landesverordnung vom 3. Mai sowie natürlich die Empfehlungen des Deutschen Ruderverbandes (pdf) und des Deutschen Olympischen Sportbundes (pdf), die nach § 6 (11.7) der Landesverordnung verbindlich sind.

Aufgrund der sehr schnellen Situationsveränderung wird der Ruderverband Schleswig-Holstein keine eigenen Empfehlungen herausgeben. Mit den Vorgaben des Landes Schleswig-Holstein, des Deutschen Ruderverbandes und des Deutschen Olympischen Sportbundes sind genug Regeln auf dem Markt.

Bitte in Zukunft überprüfen, wie die Bedingungen nach Ablaufdatum dieser Ersatzverkündigung am 17. Mai 2020 sich womöglich verändert haben.

Bleibt abschließend der Wunsch, dass unsere Ruderinnen und Ruderer die gewonnenen Freiheiten beim Rudern an frischer Luft mit entsprechendem Abstand unter Beachtung der Hygienestandards angemessen nutzen.

Liebe Grüße
Reinhart Grahn
Vorsitzender

Land Schleswig-Holstein: Coronavirus – Informationen für Schleswig-Holstein
DRV: Regelmäßig aktualisierte Informationen zum Coronavirus
DOSB: Informationen zum Coronavirus
LSV: Coronavirus und die Auswirkungen auf den Sport
Universität Potsdam: Handlungsempfehlung zu Sport und Bewegung während der Corona-Krise

1 Kommentar
  1. Susanne Müller sagte:

    Ich freue mich darüber, dass das Rudern im Einer wieder möglich ist, kann aber nur schwer verstehen, dass das Rudern im 2er nicht erlaubt ist, wenn doch 3 Segler in einer Jolle segeln dürfen?!?!?
    Vielleicht gibt es doch bald eine neue Regelung?!?!?
    Mit rudersportlichen Grüßen
    Susanne Müller
    Rudergruppe Geesthacht

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