Lange gewünscht – erst nicht getraut (denn aus gutem Grund ist diese Fahrt für Rudererfahrene ausgewiesen) – und dann klappt es endlich doch:

Fast am Ende eines langen Sommers treffen wir im Bootshaus des Domschulruderclubs ein. Nach Begrüßungsrunde und Bootseinteilung werden ein Dreier, ein Zweier, ein Riemenvierer (innengeriggert und ostseetauglich) und drei gesteuerte Doppelvierer zu Wasser gelassen.

Das Boot wird zum Glück von Ortskundigen gesteuert. Die anderen können entspannt die vorbei gleitende Kulisse des Schleswiger Doms, der Altstadt und des alten Fischerdorfes genießen. Ziemlich schnell werden wir noch auf der Kleinen Breite von einem Regenguss nicht wirklich überrascht, denn genau so war die Wettervorhersage.

Über die Stexwiger Enge (auf Sandbänke und Niedrigwasser ist zu achten) erreichen wir die Große Breite, es windet jetzt schon ganz ordentlich.

Nach ca. 12km passieren wir Missunde mit den Schiffsanlegern, der Fähre, Ferienhäuschen in verschiedener Größenordnung und dem ein oder anderen Campingplatz. Jetzt nimmt die Schlei Flusscharakter an: es wechseln sich Hügel- und Auenlandschaften ab, trotz der langen Trockenheit sind die Wiesen  schon wieder erstaunlich saftig grün.

Nach 18km legen wir Ulsnis Strand an einer kleinen Badestelle zur Mittagspause an.
Die 27 Ruderer haben damit zu tun sich gegen Wespen zu wehren. Ansonsten gibt es genügend Sitzplätze an Bänken und auf Baumstämmen, und sogar ein Toilettenhäuschen.
Am Himmel präsentieren sich verschiedene Wolkenformationen und die Landschaft wird in ganz unterschiedliches Licht und faszinierende Farbkombinationen getaucht.
Man ist sich einig, dass im Vergleich dazu ein einheitlich blauer Himmel ohne Wolken doch langweilig sei und ein paar heftige Regenschauer eben dann dazugehören.

Auch das Wasser ist auf der Rücktour gar nicht langweilig, auf der Großen Breite erinnern uns  Wind und heftige Wellen daran, dass die Schlei eine Tochter der Ostsee ist und kein einfacher Fluss.

Nach Anlegen am Bootshaus werden die Boote in erstaunlicher Geschwindigkeit mit Bootswagen aus dem Wasser geholt, abgespritzt und Nässe und Dreck mit einem als Nasssauger umfunktionierten Staubsauger trockengesaugt.
Die Ruderer der „Fremd“Vereine sind durchweg sehr beeindruckt, der ein oder andere wird wohl in der nächsten Vorstandssitzung den Antrag stellen das Verfahren zur Reinigung der Boote im eigenen Verein zu optimieren.

Zum Abschluss gibt es Kaffee und Kuchen und dann machen wir uns ein bisschen erschöpft aber glücklich auf den Heimweg.
Vielen Dank an die Organisartor/innen des DRC, es hat Spaß gemacht, die Aktion „Rudern quer durchs Land“ ist immer wieder toll um andere Reviere, andere Vereine und andere Ruderer kennen zu lernen und auch wieder zu treffen.

Viola Wagner und Susanne Bruß, Lübeck

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