Schleswig-Holsteins Ruder-Asse stechen

Gute Nachrichten aus Köln: Bei den Deutschen Kleinbootmeisterschaften und dem Junioren-Test auf dem Fühlinger See konnten einige starke Platzierungen errudert werden.

Maximilian Munski von der Lübecker Ruder-Gesellschaft gewann an der Seite des Schweriners Hanns Ocyk die Bronzemedaille im Zweier ohne Steuermann. In einem packenden Rennen gehörten die Norddeutschen immer zu Spitzengruppe und mussten nur die Zweier mit Anton Braun und Felix Drahotta (Berlin und Leverkusen) sowie Eric Johannesen und Richard Schmidt (Bergedorf und Trier) ziehen lassen. Ein starkes Ergebnis, mit dem „Max“ Munski seine Position im Männer-Riemen-Bereich vor den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro gefestigt und sich sich dem erhofften Platz im Achter gesichert haben.

Seine Position im Männer-Skull-Bereich dürfte Lars Hartig von der Friedrichstädter Rudergesellschaft gefestigt haben. Im Männer-Einer gewann er die Bronzemedaille und musste nur dem starken Newcomer Philipp-Andre Syrig (Magdeburg) und Stephan Krüger (Rostock) den Vortritt lassen. Nach langem, krankheitsbedingtem Ausfall im Winter war kam der ehemalige Leichtgewichtsruderer als gerade wieder in Form und hat nun einige gute Position für die Mannschaftsbildung, die nach dem insgesamt überraschenden Ausgang dieser Klasse eine echte Aufgabe für Bundestrainer Marcus Schwarzrock wird.

Olympiasieger und Weltmeister Lauritz Schoof vom Rendsburger Ruderverein war leicht angeschlagen und musste vor dem Halbfinale des Männer-Einers abmelden. Aufgrund seiner guten Vorleistungen wird Schwarzrock allerdings bei der Mannschaftsbildung um Schoof nicht herumkommen.

Für eine positive Überraschung sorgte Frieda Hämmerling von der Rudergesellschaft Germania aus Kiel. Im Frauen-Einer schaffte sie es gleich im ersten Jahr bei den Seniorinnen in das Finale, in dem sie schließlich den sechsten Rang belegte und sich plötzlich zwischen vielen arrivierten und international schon sehr erfolgreichen Ruderinnen wiederfand. Für die U23-Weltmeisterschaften dürfte Frieda Hämmerling, die lange im Sportinternat in Ratzeburg trainierte und dies mittlerweile in Hamburg tut, damit auf jeden Fall gesetzt sein, ob es noch für die olympischen Qualifikationsregatten oder gar die Olympischen Spiele reichen wird, wird sich in den nächsten Wochen zeigen.

Die Juniorinnen aus Schleswig-Holstein konnten ebenfalls gute Ergebnisse erzielen.

Paula Vosgerau von der Lübecker Ruder-Gesellschaft belegte im Juniorinnen-Einer den dritten Rang. Da bei der Junioren-Weltmeisterschaft inklusive einer Ersatzruderin acht Plätze zu vergeben sind, dürfte Vosgerau, die im Sportinternat in Ratzeburg lebt und trainiert, gute Chancen haben, bei den internationalen Titelkämpfen im niederländischen Rotterdam dabei zu sein.

Dies gilt auch für Klara Grube von der Lübecker-Ruder-Gesellschaft und Marieluise Witting vom Ratzeburger Ruderclub bzw. vom Sportinternat Ratzeburg, denn sie belegten im Juniorinnen-Zweier ohne ebenfalls den dritten Rang. Da im Riemenbereich sogar 16 Plätze zu vergeben sind, haben Grube und Witting hervorragende Chancen auf Rotterdam.

Kim Koltermann

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