Masterstraining Frühjahr 2026
Wochenendtraining mit praktischem Training in Kombination mit Videoanalyse und Tipps für eine bessere Technik an der Ruderakademie Ratzeburg
Erlebnisbericht einer Mannschaft der Rudergesellschaft Lauenburg zur RVSH-Fortbildung Masterstraining 24.–26.04.2026
Was macht man, wenn man besser werden will? Genau, man holt sich Rat und besucht beispielsweise ein Wochenendseminar. Das dachten wir uns auch. Ines hatte die Idee, den Lehrgang Mastersrudern des Ruderverbands Schleswig-Holstein an der Ruderakademie Ratzeburg zu buchen. Alle stimmten zu und spekulierten, was dort wohl gemacht wird und was man abends so trinken könnte. Die Getränkelage war ziemlich schnell geklärt und ist auch eher sekundär. Wobei man den Flüssigkeitshaushalt immer im Auge behalten sollte, oder?
Unsere Kinnladen klappten leicht nach unten, als wir hörten, dass wir nur im Rennvierer fahren würden. Das hatten wir als Mannschaft noch nie getan. Zum Glück fanden wir im Bestand der RGL noch einen, wenn auch eingestaubten, Vierer, die Schleswig-Holstein. Wir werkelten am Boot, um es einigermaßen wieder fit zu bekommen und testeten es auf der Elbe. Es funktionierte leidlich. Das Wochenende rückte heran und wir freuten uns wirklich auf das Seminar.
Als wir ankamen, nahmen wir die Ruderakademie in Augenschein und staunten nicht schlecht, welche Trainingsmöglichkeiten es dort gibt. Ich kenne das Objekt nicht vor der Renovierung, aber nun ist es eine moderne Einrichtung mit angenehmen Zimmern, einer netten Kantine, tollen Trainingsgeräten im Kraftraum, einer großen Halle und schönen Seminarräumen. Die Leute waren alle sehr freundlich. Hier kann man sich auf das konzentrieren, warum man hergekommen ist, dem Rudern.
Das Wetter spielte leider nicht ganz so mit, wie wir uns das gewünscht haben. Die Wellen auf dem Ratzeburger See wollten uns das Leben etwas schwerer machen. Nach einer Begrüßung durch Arne Ingmar Johannsen und Anja Noske ging es zu den Booten. Ungeübt im Rennvierer und bei Wellengang schleppten wir uns auf den Küchensee. Dank der hilfreichen Anleitung blieben wir trocken und legten ordentlich los. Das Boot hat so gekippelt und wir waren die Verursacher. Es dauerte etwas, bis wir die Hinweise, die wir aus den Trainerbooten bekommen hatten, umsetzen konnten. Für die Analyse wurden Videos aufgenommen und hinterher besprochen. Das war sehr hilfreich. Die Bilder zeigten sehr gut, wie wir ruderten und die Erklärungen waren verständlicher.
Die physikalischen Hebelgesetze und gefühlsbasierende Beschreibungen beschrieben unsere Fehler zutreffend. Am nächsten Tag, dem Samstag, wollten wir es besser machen. Am Vormittag ging es wieder auf den Küchensee. Leider brieste der Wind am Nachmittag so stark auf, dass wir im Kraftraum eine kleine Einheit einlegten. Wir einigten uns darauf, am Sonntag vor dem Frühstück die erste Session zu starten und am Nachmittag nochmals loszulegen. Gesagte, getan. Mittlerweile hatten wir uns eingespielt. Es lief immer besser und das Wetter spielte am Sonntag mit. Es ist so wunderschön mit einem Ruderboot über einen glatten See in den frühen Morgenstunden zu gleiten. Die Bilder überlassen ich euren Gedanken.
Der Lehrgang war sehr hilfreich für uns. Die Verpflegung durch das Team der Ruderakademie war prima. Das Abendessen im Ratzeburger Lavastein brachte die Lehrgangsteilnehmer näher zusammen. Danke Ines für deine Initiative und Organisation. Danke an das beste Trainerteam, Anja Noske und Arne Ingmar Johannsen. Eure technischen Analysen und Tipps aus der Praxis des Leistungssports brachten uns voran.
Bis zum nächsten Mal.



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