Förderwoche des RVSH in Ratzeburg mit Praxis und Theorie

Bei der Herbst-Förderwoche des Ruderverbandes Schleswig-Holstein in der Ruderakademie Ratzeburg haben rund 60 Aktive aus dem nördlichsten Bundesland die Grundlagen für die Saison 2020 gelegt. Unter Anleitung der Heimtrainer und der Mitglieder des Leistungssportteams konnte bei ordentlichen Bedingungen viel gerudert werden, während an Land auch die Theorie nicht zu kurz kam.

Neben den Senioren und A-Junioren waren auch viele B-Junioren dabei, denn die Projektgruppen für die neue Saison fanden erstmals zusammen. Bemerkenswert: Während die beiden männlichen Projektgruppen (schwer und leicht) jeweils mit bis zu drei gesteuerten Doppelvierern auf dem Wasser waren, kam bei den B-Juniorinnen gerade einmal ein Vierer zusammen. Insgesamt sind sehr viele „Einjährige“ dabei, die also in der Saison 2020 ihr erstes Jahr in der Junioren-B-Klasse haben werden.

Auf dem Ratzeburger See wurden in allen Gruppen auch mit Hilfe von Videoauswertungen an Land viele Fortschritte erzielt, so dass die beteiligten Trainer am Ende sehr zufrieden sein konnten. Landestrainer Björn Lötsch jedenfalls zog ein positives Fazit: „Wir konnten gut arbeiten und die Gruppen zusammenführen. Es ist immer wieder wichtig, einen gemeinsamen Auftakt für die Projektgruppen zu haben und die Ruderakademie bietet dafür Top-Bedingungen. Positiv war auch, dass wir mit den Gruppen Bootspflege betrieben haben und die Boote, Skulls, Hüllen und sonstiges Zubehör einmal komplett sortieren konnten.“

Ein besonderer Theorieabend fand am Mittwochabend des Lehrganges statt: Nachdem im Frühjahr mit Lauritz Schoof und Max Munski zwei ehemalige Ruderer aus der Weltspitze mit dem Rudernachwuchs ins Gespräch kamen, wurde dieses Mal eine Theorieeinheit mit Thomas Lange durchgeführt, der nachher noch Unterstützung von Marie Louise Dräger und Ronja Fini Sturm bekam, die gerade im Bundesleistungszentrum trainierten.

Zunächst beantwortete der zweimalige Einer-Olympiasieger und heutige Arzt Dr. Thomas Lange sehr offen und kompetent Fragen zu seiner Laufbahn und zur Sportförderung in der DDR. So erfuhren die Lehrgangsteilnehmer detailliert, dass der Sport in der DDR einen sehr hohen Stellenwert hatte und dass es ein ausgeklügeltes Sichtungssystem für alle Sportarten gab, die als medaillenträchtig galten. Auch berichtete Thomas Lange über die Möglichkeiten, Sport und Karriere zu vereinbaren. Neben kleinen Geschichten hatte der beste Ruderer seiner Zeit auch seinen Ruderpass aus Kindheitstagen dabei, in dem alle Siege bei Regatten vermerkt worden waren. Später gesellten sich Marie Louise Dräger und Ronja Fini Sturm zu der Gruppe und thematisierten erneut die Vereinbarkeit von Ruderkarriere mit Studium oder Ausbildung und beantworteten zudem die Frage, welche Eigenschaften ihnen geholfen haben, ein so hohes sportliches Niveau zu erreichen. Insgesamt kann sicher von einem sehr aufschlussreichen Abend für den Rudernachwuchs gesprochen werden.

Ein Einer für die Jugendarbeit

Auszeichnung für die Rudervereinigung Kappeln

Im Rahmen der Förderwoche des Ruderverbandes Schleswig-Holstein in Ratzeburg wurde die Rudervereinigung Kappeln als erfolgreichster Verein beim Bundeswettbewerb ausgezeichnet. Sie erhielt einen vom RVSH ausgelobten Kindereiner.

Hintergrund: Wie im Winter angekündigt, sollte der Verein, der beim Bundeswettbewerb in München die meisten Kinder im ersten Finale haben würde, vom Ruderverband Schleswig-Holstein mit einem Kindereiner belohnt werden. Drei Vereine hatten jeweils einen Doppelzweier im ersten Finale, so dass am Ende die Platzierung den Ausschlag gab: Theo Henrici und Kjell Richter aus Kappeln belegten den zweiten Rang und schnitten damit noch besser ab als Doppelzweier vom Ratzeburger Ruderclub und vom Lübecker Frauen-Ruder-Klub.

Im Seminarraum der Ruderakademie Ratzeburg nahmen also die beiden erfolgreichen Ruderer und die Trainer Michael Schürmann und Christoph Pridik den neuen Einer der Firma Wintec entgegen.

Gratulation an die Rudervereinigung Kappeln und ein großes Dankeschön an die Firma Wintec, die dem Ruderverband Schleswig-Holstein entgegenkam!

Kim Koltermann

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