U19 Weltmeisterschaft in Plovidiv
Weltmeisterschaften der Juniorinnen und Junioren in Plovdiv/Bulgarien. Für das deutsche Nationalteam waren aufgrund ihrer exzellenten Saisonleistungen Ella Lötsch und Greta Amort (beide Lübecker Ruder-Gesellschaft) sowie Elena Schweisthal (Sportinternat Ratzeburg) nominiert. Die Eröffnungsfeier fand am Mittwoch, 5. August im historischen römischen Stadion im Herzen Plovdivs statt. Es war beeindruckend, die vielen teilnehmenden Rudernationen hier beisammen zu sehen.
Plovdivs Regattabahn steht im Ruf, eine der schnellsten der Welt zu sein. Die Ruderbedingungen waren über die gesamte WM fair. Allerdings forderte die extreme Hitze die Sportlerinnen und Sportler zusätzlich. Temperaturen zwischen 35 und 40 Grad waren an der Tagesordnung, und auch nachts kühlte die Luft nicht merklich ab.
Der Vorlauftag der U19 WM verlief für die DRV-Boote recht erfolgreich. Der Juniorinnen-Doppelvierer mit Greta Amort am Schlag und Elena Schweisthal im Bug kam am Start als schnellstes Boot weg und konnte die ersten 500m den Ton angeben. Dann wechselte die Führung auf die Rumäninnen, dahinter unangefochten bis ins Ziel der deutsche Doppelvierer. Aufgrund das starken Meldefeldes stand für Gretas Team als nächstes das Halbfinale am Freitag an. Der Junioren Achter mit Paul Tamussino (Frankfurter RG „Germania“), Julius Engelmann (Der Hamburger und Germania RC), Pepe Jonuscheit (Schweriner RG), Jakob Große Beilage (Osnabrücker RV), Jan Henner de Boer (RegattaVerband Ems-Jade-Weser/Team Nord West), Lars Berkemeyer (RC Hansa Dortmund), Richard Haack (Frankfurter RG „Germania“), Max Leon Brückelmeier (Binger RG ) und Steuerfrau Ella Lötsch erwischte ebenfalls einen schnellen Start und konnte sich von Beginn an die Spitze des Feldes setzen.. Diese Position konnte der deutsche Achter bis ins Ziel halten, so dass Ella die Final Teilnahme am Sonntag bereits sicher war und ihre Mannschaft zwei wettkampffreie Tage hatte.
Freitag ging es für Greta, Elena und ihre Teamkolleginnen Kaya Wölk (ARV Hanseat) und Maja Meerbach (Rostocker RC) um den Einzug ins A- oder ins B-Finale. Das deutsche Quartett brillierte mit einer frühen Führung und zeigte sich sehr kampfstark gegenüber den Angriffen Tschechiens und Polens. Auf der Ziellinie war der Vorsprung wirklich hauchdünn und zeigte, das mit den beiden Verfolgerinnen im Finale auf jeden Fall zu rechnen war.
Das Finale am Samstag ging das Team Greta, Kaya, Maja und Elena erneut mit einem starken Start an, konnte aber auf der zweiten Streckenhäflte das hohe Tempo der führenden Polinnen nicht mehr halten und fuhren als vierte ins Ziel. Eine kampfstarke Leistung der deutschen Mannschaft, die wirklich alles gab, um gegen die Gegnerinnen aus Rumänien, Tschechien und Polen zu bestehen.
Für den zweiten Finaltag am Sonntag waren die Entscheidungen in den Einern und Achtern sowie in den im WM-Programm neuen Mixed-Bootsklassen angesetzt. Erstes A-Finale des Tages war der Junioren-Achter. Die Briten waren am Start am schnellsten weg, dicht dahinter der deutsche Achter mit Ella am Steuer. Zur Streckenhälfte immer noch eine knappe Führung der Briten vor dem deutschen Boot, aber die Amerikaner verdrängten die Rumänen von der Bronzeposition und schoben sich in einer fulminanten Aufholjagd immer dichter an das Führungsduo. Auf den letzten Metern konnten die Amerikaner den deutschen Achter tatsächlich noch abfangen: Bronzemedaille für Ella als Steuerfrau des deutschen Junioren-Achters, der eine beeindruckende Leistung zeigte.
Eine Bronzemedaille und ein vierter Platz im Wettstreit mit Weltbesten sind herausragende Ergebnisse. Herzlichen Glückwunsch an Ella, Greta und Elena!
Bilder: meinruderbild; B. Lötsch




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