Streckenbeschreibung

Die Wilster Au ist ein kleiner, enger und reizvoller Fluss. Durch die Wilster Au wird eine interessante Verbindung zwischen Stör und Nord-Ostsee-Kanal hergestellt Das gefährliche Elbstück zwischen Stör und Brunsbüttel und die Schleusung in Brunsbüttel kann so vermieden werden. Wegen des engen Gewässers kann es insbesondere für Vierer einige leichte Schwierigkeiten geben. Die Wilster Au ist vom NOK kommend kilometriert.

Die Wilster Au wurde 1139 zum ersten Mal schriftlich erwähnt. Sie gibt der Wilstermarsch ihren Namen: Die Marsch an der Wilster. Heute ist es nur schwer vorstellbar, wie die Wilster Au als natürliches Gewässer aussah und welche reges Handelstreiben hier herrschte. Ihre Bedeutung hat sich gewandelt und doch ist sie bis heute eine Lebensader der Wilstermarsch.

Ein Fließgewässer, das keines mehr ist. Durch den Nord-Ostsee-Kanal (1895) wurde der Fluss von seinen Quellflüssen in Dithmarschen abgeschnitten. Der Au fehlt dadurch ihre natürliche Fließgeschwindigkeit und das frische Wasser. Sie verschlickt, da die natürliche Spülwirkung der Strömung fehlt. Die Au ist in weiten Bereichen noch tidebeinflusst. Sie ist ein wichtiger Lebensraum für Pflanzen und Tiere. Darüber hinaus stellt sie eine wichtige Verbindung der Lebensräume an Stör und Nord-Ostsee-Kanal dar.

Entwässerung. Ca. 3500 ha Land entwässern in die Wilster Au. Ein Großteil des Landes liegt so tief, dass durch Schöpfwerke der Höhenunterschied zwischen Land und Wilster Au ausgeglichen wird. 61 Schöpfwerke arbeiten zur Zeit in der Wilstermarsch.

Wasserweg: Besiedlung und Handel über die Wilster Au. Das ursprüngliche Marschenland war durch sehr feuchtes, teilweise mooriges Gebiet geprägt. Landwege gab es zuerst noch nicht. In jener Zeit war der Begriff ‚Wasserweg‘ noch wörtlich zu nehmen. Die Erschließung und Besiedlung der Wilstermarsch erfolgte großteils über die Wilster Au und die Stör. Bis ins 20. Jahrhundert hinein herrschter reger Verkehr auf der Au: Torfkähne fuhren aus den Moorgebieten den Handelsort Wilster an und die Versorgung der Geschäfte und Handwerker erfolgte ebenfalls über die Au.
Mit dem Nord-Ostsee-Kanal verstärkte sich die Verschlickung des Gewässers, so dass der Schiffsverkehr erschwert wurde. Die Binnenschleuse in Kasenort ermöglichte es, den Wasserstand in der Au höher zu halten. So konnte bis in die 70er Jahre noch Handel auf der Au betrieben werden. Erst dann verdrängten die Landwege den Wasserweg gänzlich.

18,5 Binnenschleuse Kasenort, geöffnet 60 Minuten vor bis etwa 60 Minuten nach Niedrigwasser Kasenort, sonst umtragen zur Stör, Gasthaus „Zur Schleuse“
16,9 Straßenbrücke B 5
16,4 r Bootshaus Kanu-Gruppe Wilster (www.kanu-gruppe-wilster.de)
15,5 r Wilster, hübscher Stadtkern, altes Rathaus, Kirche
14,0 r Rumfleth, scharfe Rechtskurve, dahinter Brücke
9,5 r Averfleth
9,0 l Duckunder
6,8 l Pumpwerk, Brücke, r neue Einsatzstelle und Rastplatz, Austrich
5,5 r Achterhörn
4,0 Straßenbrücke L 135, r 1 km entfernt Neuendorf b. Wilster, tiefste Landstelle in Deutschland mit 3,54 m u. NN
0 Pumpwerk direkt am Nord-Ostsee-Kanal, Umtrage-Stelle (Nord-Ostsee-Kanal km 15,5 in der Nähe der Fähre Burg/Dithmarschen), spitze Steine am NOK

Guide

Streckenkarte

Wilster Au (pdf, 37 kB)