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Trainer C 2013

Trainer C-Ausbildung des Ruderverbands Schleswig-Holstein

Am 25. Oktober 2013 trafen sich 26 Ruderbegeisterte aus Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Niedersachsen zum ersten Wochenende des Trainer C-Lehrgangs in Ratzeburg.

Am letzten Wochenende stand das Thema Kommunikation und Teambildung auf dem Programm. Das Teambildung-Modell von Bruce Tuckmann konnte dann auch genau auf die Gruppendynamik des Lehrgangs übertragen werden. Daher dient es uns als Grundlage für unseren Lehrgangsbericht:

Forming

Die erste Phase der Gruppenbildung, die sogenannte „Forming-Phase“, ist durch Unsicherheit gekennzeichnet.

Andreas König, unser Lehrgangsleiter, begrüßte alle Teilnehmer bei ihrer Ankunft schon mit einer ersten Aufgabe. Wir sollten unsere Namen, Verein und unsere Tätigkeiten auf ein großes Plakat schreiben. Die Unsicherheit zeigte sich sofort: In welcher Farbe schreibe ich? Wo platziere ich meinen Namen? Und eigentlich wollte auch niemand als Erster auf das Plakat schreiben. Beim gemeinsamen Abendessen knüpften wir dann doch erste Kontakte zu unseren Mitstreitern.

In der ersten Theorieeinheit teilte Andreas uns in vier Gruppen ein, die uns während des kompletten Lehrgangs begleiten sollten. Der Kreativität bei der Namensfindung waren dabei keine Grenzen gesetzt. So hießen wir ab dem Zeitpunkt: „Butz and the Gang“, „Die Fischgräten“, „Alle guten Dinge sind 3“ und „Die Nordlichter“.

Am ersten Wochenende lernten wir alles über Rudertechnik, Techniktraining, Anfängerausbildung und Sicherheit im Rudersport. Vor und nach den Theorieeinheiten verbrachten wir viel Zeit in der Sporthalle, wo Andreas uns mit kleinen Spielen wie „Mir ist so schlecht!“, „Flugplatz“ und vielen weiteren Spielen durch die Halle scheuchte. Doch auch freiwillig stieg der ein oder andere morgens aufs Spinningrad oder aufs Ergo. Im Handumdrehen war das erste Wochenende auch schon vorbei.

Storming

Laut Tuckmann folgt auf die „Forming-Phase“ die „Storming-Phase“, in der es zu Auseinandersetzungen kommt und Machtkämpfe ausgetragen werden.

Diese Machtkämpfe suchte man in unserer Lehrgangsgruppe vergeblich. Anscheinend sind Ruderer eher ruhiger Natur. Vielmehr war zu beobachten, dass die Gruppe Wochenende für Wochenende stärker zueinander fand. Die Lehrgangsteilnehmer selbst schätzten die Atmosphäre als „sehr angenehm“ ein und sahen die Gruppe als eine „Familie der Trainerschaft 2013“.

Norming

Die dritte Phase ist die harmonische Phase, in der das Team zunehmend besser kooperiert. Diese Beobachtung war schon nach dem ersten gemeinsamen Wochenende zu erkennen. Dazu trugen nicht nur die Spiele in der Halle, sondern auch Aufgaben bei, die in Gruppen erarbeitet werden mussten.

Performing

In dieser Phase ist nach Tuckmann die Leistungsfähigkeit der Gruppe am größten und zeichnet sich durch starke Kooperation, große Akzeptanz und Wertschätzung untereinander aus. Nach unserem Empfinden kamen alle Teilnehmer schnell in die diesen Bereich. Schließlich hatten alle ein gemeinsames Ziel: die Lizenz. Somit war Vorankommen bezüglich der Inhalte garantiert. Das Ergebnis, also die Projektberichte und die Gruppenpräsentationen, bildeten die Abschlussprüfung, die alle bestanden.

Adjourning

Die Adjourning-Phase, die Phase des Auseinandergehens, kam dann doch sehr plötzlich und viel zu schnell. Am Anfang dachten wir noch, vier Wochenenden wären viel und im Oktober schien der Dezember noch in weiter Ferne zu liegen. Nach drei spannenden Wochenenden kamen wir am zweiten Dezemberwochenende zum letzten Mal zusammen, um zu lernen, wie man Boote trimmt und richtig kommuniziert. Außerdem stellten wir am Samstagabend unsere Projekte im Verein vor, für die wir vorher einen Bericht verfasst hatten. Alle waren gespannt, welche Projekte die Anderen auf die Beine gestellt hatten. An diesem Abend schmückten viele bunte Plakate den Seminarraum der Ruderakademie, sodass tolle Bilder die Projekte veranschaulichten.

Einen Tag später fanden die Abschlusspräsentationen statt, mit denen wir noch einmal alle behandelten Themenkomplexe wiederholten. An diesem Sonntag konnten wir alle einmal tief durchatmen, denn wir hatten es geschafft und hielten unsere Trainer-C-Lizenzen in der Hand. Doch gleichzeitig bedeutete das auch, dass es Zeit war, Abschied voneinander zu nehmen. Ein letztes Mal sollten wir gemeinsam etwas zu Papier bringen, indem wir ein weihnachtliches Bild mit einem an vielen Schnüren geführten Stift malten.

Unser Fazit: Dieser Trainer-C-Lehrgang hat allen Teilnehmern sehr viel Spaß gemacht. Auch die Unterbringung und Verpflegung in der Ruderakademie in Ratzeburg stieß durchweg auf positives Feedback. Ein besonderer Dank gilt den Referenten: Sebastian Schulz, Reinhart Grahn, Joachim Borgwardt, Marc Swienty, Malte Glomp und Lars Koltermann. Sie alle gaben uns viel theoretisches, aber auch praktisches Handwerkszeug mit auf den Weg. Nun hoffen wir, dass wir all diese Erfahrungen in unseren Traineralltag einbauen können.

Katharina Baganz und Lisa Marie Nacke

26 Teilnehmer/-innen

Katharina Baganz, ORC Rostock
Martin Branitz, ORC Rostock
Julia Düser, Lübecker FRK
Victor Fijal, RG Germania Kiel
Linus Fischer, RG Germania Kiel
Nico Fredrik Gelhausen, Segeberger RC
Hägar Habermann, RK Flensburg
Julia Hausmann, Elmshorner RC
Larina Hillemann, RG Geesthacht/Sportinternat
Beeke Hinrichsen, Segeberger RC
David Kerscher, ORRC Neptun Kiel
Gisela Kordes, RG Germania Kiel
Butz Möbus, Lübecker RG
Sven Möller, RSV Krakow am See
Max Müller, ORRC Neptun Kiel
Lisa Marie Nacke, Ratzeburger RC
Philip Oemcke, Rostocker RC
Robin Ohse, RGF Lehrte/Sehnde
Moritz Reuter, RR Ditmarsia Kiel
Nils Rothhardt, Erster Kieler RC
Torben Schmidt, RG Germania Kiel
Finn Sörensen, Elmshorner RC
Sven Strohschein, RV Linden
Niklas Wietzke, Friedrichstädter RG
Simon Zeller, RV Wandsbek
Ulrike Zumegen, Erster Kieler RC

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