Frauenwanderfahrt 2013

RVSH-Frauenwanderfahrt 2013 auf der Schlei

Wieder war es einmal so weit. Heida Bennecke hatte die Frauen zur Frauenwanderfahrt des Ruderverbandes Schleswig-Holstein geladen. Ihr Rufen wurde von Frauen aus dem Ruderverband Schleswig-Holstein und Gästen erhört.

So ging es an einem Freitag auf nach Schleswig. Der erste Anlaufpunkt war das Hotel „Weißer Schwan“. Nachdem die Einfahrt gefunden und die Autos entladen waren erfolgte die erste Kontaktaufnahme. Einige Ruderinnen kannten sich, aber auch neue Freundschaften wurden wieder geschlossen. Gemeinsam ging es mit den Autos zum Domruderclub in Schleswig. Da wir etwas zu früh da waren, beschlossen wir noch einen Kaffe zu trinken. Hierzu bot sich die Gaststätte der Segler, direkt neben dem Slesvig Roklub der Dänischen Ruderfreunde an. Doch oh Schreck es gab keinen Slesvig Roklub mehr. Das Gebäude war weggerissen und die Fläche planiert. Von Booten weit und breit nichts zu sehen. Später haben wir erfahren, das das Bootshaus neu gebaut wird. Also werden wir uns irgendwann wieder in Schleswig treffen und sehen, ob das neue Boothaus mit dem urigen Scharm des alten Bootshauses mithalten kann. Unseren Kaffee haben wir bei den Seglern dann aber in der Sonne genossen.

Zum verabredeten Treffpunkt gingen wir dann zum Bootshaus rüber und trafen auf die anderen Mitruderinnen. Auch hier wieder ein großes Hallo. Für einen Teil hieß es sich schon wieder Abschied auf Zeit, da die Autos für den nächsten Tag nach Kappeln gebracht werden mussten. Die zurückgebliebenen Ruderinnen waren aber nicht untätig. Der Grill wurde in gange gebracht und das von Heida organisierte Abendessen zubereitet. Als alle wieder im Boothaus eingetroffen waren saßen wir bei herlichem Sonnenwetter und angeregten Gesprächen noch lange auf der Terasse des Vereins.

Der Sonnabend begann mit einem ausgiebigen und sehr gutem Frühstück im „Weißen Schwan“. Zu Fuss ging es ins Bootshaus und zu den Booten. Heida gab die Bootsbesatzungen für die vier Boote bekannt und 19 Ruderinnen wuselten um alle Boote auf das Wasser zu bekommen. Nach einigen Hindernissen ging es dann auch los. Die Blicke gingen immer wieder zu den Flaggen. Es war viel Sonne angesagt, welche uns den „Pelz“ gut wärmte, aber es war auch viel Wind angesagt. Der kam dann auch, aber zum Glück nicht aus der angesagten Richtung, so dass wir gut über die kleine und große Breite kamen. Die erste Pause legten wir in Missunde ein. Hier wurden noch einmal, zum Teil Bootsbesatzungen ausgetauscht. Die Boote waren recht unterschiedlich. Sie reichten von einem super neuen C-Vierer mit Makkonskuls bis zu einem sehr schönen, aber alten und schweren Holzboot mit Holzskulls.

Die weitere Fahrt verlief sehr idyllisch. Der Wind wurde kräftiger und gegen uns, jedoch ohne große Wellen auf der Schlei zu erzeugen. Dies wußten wir wohl zu schätzen. Die zweite Pause legten wir in Lindau ein. Hier lagen wir in einer Bucht und ließen uns das Essen wohl schmecken. Unsere Fahrtenleiterin bekam was sie verdient hatte, eine kleine Nackenmassage. Bei einem mussten wir leider einen Bootsschaden registrieren. Das Steuer war aus der Halterung gebrochen und trotz umfangreichem Werkzeugkoffer nicht zu reparieren. So wurde eine Ruderin ausgekugt, welche ab jetzt mit dem Paddelhaken das Boot steuern musste.

Wir setzten die Fahrt frisch gestärkt fort. Der Wind wurde doch heftig und die Arme länger. Irgendwann war dann die Fähre in Arnis erreicht, aber irgendwie wurde die Strecke nach Kappeln immer länger. Endlich erreichten wir die Straßenbrücke von Kappeln. Nun ging es nur noch am Hafen vorbei. Bald war auch die Einfahrt zum Steg des Kappelner Ruderclubs zwischen den Segelbooten gefunden. Damit lagen 35 schwere aber auch sehr schöne Ruderkilometer hinter uns. Nachdem wir die Boote ordnungsgemäß gelagert hatten ging es mit den Autos zurück nach Schleswig. Auf die von Heida anviesierte Kultur hatte, nach der Anstrengung so keiner mehr richtig Lust, was sich aber als unproblematisch herausstellte. Nach einer warmen Dusche und einem gemütlichen Spaziergang trafen sich alle in einer urigen Kneipe zum Essen. Leider war der Raum groß und die anderen Gruppen nicht gerade leise, da wurde beschlossen den Abend im Bootshaus ausklingen zu lassen. So ging ein weiterer schöner Tag und Abend zu ende.

Nach dem wieder sehr guten Frühstück im „Weißen Schwan“ führen wir wieder ins Booshaus. Doch die Schlei machte ihrem Ruf alle Ehre und begrüßte uns mit Schaumkronen und der Windstärke 5. Es sollte am Tag noch schlimmer werden! Mit der Aussicht wurde der Plan zu rudern über den Haufen geschmissen. Die Entscheidung, die Boote mit dem Hänger zu hoplen musste auf Grund des vorliegenden Hängerschadens leider auch aufgegeben werden. Damit hatte Heida die Aufgabe die Boote in der nächsten Woche irgendwie zurück zu bekommen.

Wir änderten unseren Plan und begaben uns in die Historie von Schleswig. Eine gute Seele führte uns mit vielen sehr intessanten Informationen durch das Kloster auf dem Holm. Dabei verging die Zeit wie im Fluge. Bei einem leckeren Kaffe mit selbstgebackenem Kuchen dankten wir Ruderinnen Heida mit einem Lied für das sehr schöne Wochenende.

Hier noch der Text:

Zwischen Schleswig und dem Städtchen Kappeln
fuhren einst vier Boote,
19 Ruderinnen saßen drin (2x)
Blaue, Grüne, Rote.

Bis sie alle Autoschlüssel hatten (nur für Insider!)
mussten sie noch warten,
dreimal zurück zum „Weißen Schwan“ (2x)
dann konnten sie starten.

Und sie rollten auf dem Rollsitz vor,
tauchten ein die Blätter,
viele hundert, viele hundert mal (2x)
bei dem schönsten Wetter.

Als sie Pause machen wollten,
bei den Sandbänken,
ging die Steuerschiene jäh kaputt (2x)
wer kann ohne lenken?

Als sie an die Arnis-Fähre kamen,
kamen sie in Eile,
und von dort bis Kappeln war es noch (2x)
eine ganze Weile.

Der Wind wehte, war beinahe Sturm,
an dem nächsten Tage,
und so gingen sie ins Kloster rein (2x)
Rudern kam nicht in Frage.

Unsere Heida, Fahrtenleiterin
danken wir von Herzen
für die Schöne Ruderwanderfahrt (2x)
tat der Po auch schmerzen.

Melodie: nach Zwischen Berg und tiefen, tiefen Tal…

Text: Gudrun Stahmer (LFRK)

Also noch mal Danke Heida und auf ein Wiedersehen 2014 in Schwerin.

Ina Holtz, DRV-Fachressort Wanderrudern und Breitensport, Ruderreviere und Umwelt

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