WM 2015: Rendsburger Lauritz Schoof Weltmeister im Doppelvierer

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Lauritz Schoof vom Rendsburger Ruderverein ist Weltmeister im Doppelvierer. Bei den Titelkämpfen im französischen Aiguebelette ließ er an der Seite von Schlagmann Hans Gruhne aus Potsadam, Philipp Wende aus Leipzig und Kars Schulze aus Berlin der Konkurrenz am Ende keine Chance und überquerte als erster die Ziellinie.

Im Finale gegen die Quartette aus der Schweiz, Estland, Litauen, Australien und Großbritannien legte das Team um Lauritz Schoof einen starken Startspurt hin und diktierte fortan das Geschehen. Einzig die Mannschaft aus Australien brachte das deutsche Team kurz in die Bredouille, als es bei der Streckenhälfte bei 1000 Metern bedrohlich nahe kam. Scheinbar übernahmen sich die Ruderer aus Down Under dabei aber ein wenig, denn auf den letzten 500 Metern konnte sie dem Endspurt des deutschen Quartetts nichts mehr entgegensetzen. Großer Jubel im deutschen Team über diese Goldmedaille vor Australien, Estland, Großbritannien, der Schweiz und Litauen. Die Mannschaft von Trainer Alexander Schmidt aus Berlin krönte damit eine starke Saison, in deren Verlauf sie auch schon den World-Cup auf dem Rotsee in Luzern gewonnen hatte. Ein Jahr vor den Olympischen Spielen von Rio de Janeiro hat der deutsche Doppelvierer ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt.

Nach dem Rennen war Schoof erschöpft und zugleich erleichtert. „Das war schon spannend unterwegs, die Australier kamen bedrohlich nahe“, so der frischgebackene Weltmeister, „aber wir wussten, dass wir zum Ende schon noch was raushauen konnten.“

Lars Hartig von der Friedrichstädter Rudergesellschaft belegte im Männer-Einer den zweiten Platz im C-Finale und somit insgesamt Rang 14. Im Rennen um die Plätze 13-18 gegen die besten Einerruderer aus China, Finnland, Kanada, Mexiko und Brasilien setzte sich Hartig neben dem Mexikaner Cabrera schnell ab und ließ der Konkurrenz keine Chance zum Aufholen. Im Endspurt setzte sich dann der physisch deutlich überlegene Mexikaner gegen Hartig durch, der aber mit Rang 14 am Ende seiner ersten Weltmeisterschaft als Schwergewicht ein zufriedenstellendes Ergebnis einfuhr.

Kim Koltermann

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