Binnenschleuse Kasenort

1925 wurde die heutige Binnenschleuse mit der Schleusenkammer gebaut. Sie verbesserte die Schiffbarkeit der Wilster Au und war damit lange Zeit ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Wilstermarsch. Eine Schleuse mit einfachen Fluttoren schützte bereits im 15. Jahrhundert in Kasenort vor der Flut. Bei Ebbe werden die Tore geöffnet und das Wasser der Wilster Au kann in die Stör abfließen.

Binnenschleuse KasenortAnmeldung

Einfahrt in die Schleuse über Niedrigwasser ab Gleichstand der Wilster Au und der Stör – laut Tidenkalender etwa ab NW Brünsbüttel bis NW Kasenort. Schleusung in die Wilster Au bis etwa 1 Stunde nach NW Kasenort. Benutzung der Schleuse nur nach Anmeldung beim Schleusenwärte und nur für Gruppen. Telefonnummern: Schleuse 04823 6945, V. Stebner 0173 1790363 und 04823 75321, Vertretung H. J. Geiger 04823 75176. Weitere Auskünfte erteilt die Stadt Wilster.

Das Schleusen

Geschleust wird, wenn der Wasserstand in der Stör höher ist als der in der Wilster Au. Die Tore des Oberhauptes werden geschlossen. Der Wasserstand in der Schleuse entspricht dem in der Stör, so dass Schiffe in die Schleuse einfahren können. Dann werden die Tore des Unterhauptes geschlossen und das Wasser über Schotten in die Au abgelassen. Ist der Wasserstand in der Schleuse auf das Niveau der Wilster Au gesunken, werden die Tore des Oberhauptes geöffnet und die Schiffe können ihre Fahrt in Richtung Wilster fortsetzen.

Entwässerung durch die Schleuse

Schleuse KasenortBei Ebbe sinkt der Wasserspiegel in der Stör und das Auwasser drückt die Tore der Schleuse auf. Bei Flut werden die Tore durch den Schleusenwärter geschlossen. In die Wilster Au entwässern etwa 3500 ha Land. Ununterbrochen wird Wasser aus den tiefer gelegenen Ländereien in die Au gepumpt.

Bei Weststürmen können die Tore nicht geöffnet werden, da dann das Wasser in der Stör nicht weit genug absinkt. Regenet es dann auch noch stark, so steigt der Wasserstand in der Au und es entsteht die Gefahr, dass die Au über die Ufer tritt. Diese Gefahr wurde verringert, seit ein Schöpfwerk am Oberlauf der Au die Entwässerung in den Nord-Ostsee-Kanal sicherstellt und die Schleuse entlastet.

Viele Häuser in Wilster liegen unter dem Hochwasser der Stör. Das Amtgebäude in Wilster würde beispielsweise bei Sturmflut gut 1,20 m tief im Wasser stehen. gäbe es die Schleuse nicht.