,

Ausbilderworkshop 2017

Wie gehen wir bei der Anfängerausbildung im Rudersport vor? Auch 2017 formierte sich das LRG-Team mit Volker Tiedemann, Henning Lippke, Michael und Karsten Schwarz, um mit einem kompakten Workshop Ausbildungserfahrene und potentielle „Neu-Ausbilder“ gleichermaßen anzusprechen. Ausgehend von ihren eigenen Erwartungen an gute Ausbildung beschäftigten 25 Teilnehmer aus acht Vereinen sich an zwei Abenden mit folgenden Themen:

„…das lern‘ ich nie!“
Wie funktioniert das eigentlich: Rudern lernen? Wir geben uns allergrößte Mühe, und doch fällt einigen das Rudern lernen leichter als anderen. Modelle und Methoden

„Für immer blau-weiß…?!“

Mikrokosmos Vereinswelt: In der Ausbildung und in Rudertreffs treffen wir ständig neue Gesichter mit unterschiedlichen Erwartungen und Interessen. Wie trifft Angebot auf Nachfrage? Vereinsintegration und Kommunikation

„… und was hat das mit Rudern zu tun?“

Das Leitbild Rudertechnik vermittelt uns eine Sollvorstellung der Ruderbewegung. Auf welche Merkmale achten wir am besten von Anfang an? Idealbild und Korrektur des Unvollkommenen

„Mannschaft – steigt ein!“
Gemeinsames Rudern im Mannschaftsboot ist am Anfang mühsam. Wie verwandeln wir den „Tausendfüßler“ in eine Rudermannschaft, die mehr kann, als nur Kommandos zu befolgen? Mannschaftsfindung und Harmonisierung

Rebekka Schippers und Beate Günnewig schildern ihre Erfahrungen:

Von Teenagern bis Rentnern, ob Frau oder Mann, mit kurzer Anreise oder aus Ratzeburg, Mölln, Geesthacht, von Neuausbilderinnen bis langjährigen, erfahrenen Ausbildern – eine bunte Mischung neugieriger Menschen, die sich Ruderer oder Ruderinnen nennen, trafen sich an zwei Abenden im LRG Bootshaus. Wir alle folgten der Einladung von Karsten Schwarz zum diesjährigen Ausbilder-Workshop.

Nach kurzer Begrüßung durch Henning Lippke übernahm Karsten den ersten Part und machte uns mit den verschiedenen Lernphasen in der Anfänger-Ausbildung vertraut. Anschließend sammelten wir Gründe, warum jeder in seinem Verein Mitglied ist bzw. sich ehrenamtlich engagiert. Erstaunlicherweise – oder vielleicht auch gerade nicht – wurden viele unterschiedliche Gründe genannt und in Rubriken eingeteilt. Die größte Rubrik umfasste „Gemeinschaft“ / „Menschen treffen“ / „Freundschaften“ / „Ruderkameraden“. Weitere Rubriken waren „Sport“ und „Spaß“.

Spannend wurde es bei der Frage, wie und wo sehe ich mich im Verein. Eine Teilnehmerin stellte sich ganz klar als Wegweiserin und Lotsin ihres Vereins vor, da sie weiß, wo alle Materialen sind und wer wofür zuständig ist. Andere wiederum sehen sich als Ruderkamerad/in, als Helfer/in, Motivator/in, Begleiter/in, Vertraute/r, Ausbilder/in oder Anker.

Letztlich versuchten wir dem Thema der Vereinsintegration auf den Grund zu gehen, speziell der Frage, wie ich Neu-Mitglieder gewinnen und mittel- oder langfristig an den Verein binden kann.

Als ein Instrument zur Bindung an den Verein wurde das Thema Kommunikation von Michael Schwarz aufgegriffen. Die Kommunikationstheorien von Schulz von Thun wurden von Michael in den Alltag am Steg übertragen und uns mit seiner schwungvollen Art und Weise näher gebracht.

Der zweite Abend gestaltete sich genauso abwechslungsreich. Henning Lippke führte uns in die Bootskunde ein, erläuterte wieso der Bugball besonders wichtig ist, das Boot  „weich“ sein darf und zeigte uns u. a. neu entwickelte Bantam Skulls von Concept2, die in der LRG in Kürze das erste Mal zum Einsatz kommen.

Volker Tiedemann vervollständigte den Abend anhand von Filmen rund um die Rudertechnik. Mithilfe von Aufnahmen eines einzelnen Ruderers und eines Mannschaftbootes lernten wir Fehler zu erkennen und zu benennen.  Dies hilft uns hoffentlich unsere zukünftigen Anfänger richtig anzuleiten.

In der abschließenden Feedbackrunde war es toll zu hören, dass viele Teilnehmer neue Ideen und Anregungen für sich und ihren Verein mitnehmen konnten. Viel Erfolg uns Allen bei der Umsetzung!

Ein gelungener Workshop, der weiter zu empfehlen ist, und wieder einmal deutlich machte, dass Rudern für Jung und Alt gleichermaßen geeignet, dass ehrenamtliches Engagement auf unterschiedlichste Weise möglich ist und jeder seine Stärken im Verein einbringen kann.

0 Kommentare

Dein Kommentar

Want to join the discussion?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.